esther und mario on tour

Montag, 22.10.2012 Jetzt geht's los!

Die kleine Maus schläft (fast) und wir sind bereit zum boarding...

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Donnerstag, 30.09.2010 Und da sind wir nun...

...liegen im riesigen gruenen Garten am Pool, lassen uns von gutem Essen und Massagen verwoehnen und relaxen noch die letzten Tage, bevor es am Samstag frueh wieder nach Deutschland geht. Wir sehen uns zuhause!

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Donnerstag, 30.09.2010 Unser Roadtrip Teil 2 - Vom Lake Jipe bis Malindi

Ueber Stock und Stein fuhren wir dann zu einem anderen Gate (man darf immer nur genau 24/48 usw. Stunden im Park bleiben, also nahmen wir ein Gate, das auf dem Weg lag) in den Tsavo West Nationalpark.

Tsavo West ist von der Landschaft her ganz anders als die anderen Nationalparks: In der Mara gibt es endlos weite freie Flaechen mit gelbem Gras, im Amboseli dazwischen immer wieder Suempfe und im Nakuru eine Mischung aus Wald, Wiese und See. Im Tsavo dagegen: dichtes Gestruepp und dawischen der Weg. Hier sah man also fast kein anderes Auto, aber leider auch nicht viele Tiere, die konnten sich einfach zu gut verstecken!

So verbrachten wir zwei Tage in einer Banda, also einer Huette, tagsueber am Pool der nahegelegenen Lodge (ein bisschen Luxus muss sein...) und morgens und abends durchgeschuettelt (der Weg besteht im Tsavo West nur aus Wellblechpiste) auf der Suche nach Tieren.

Ein paar haben wir dann doch noch gesehen, vor allem Dik-Diks, ganz kleine Minigazellen, und nach ein paar Anlaufen sogar die roten Tsavo-Elefanten! Rot sind die vom Staub, den sie auf dem Ruecken haben und wir sahen genauso aus, der rote Staub war einfach ueberall, im ganzen Auto, auf all unseren Klamotten, auf den Lebensmitteln und auf unserer Haut.

In der Naehe unserer Banda waren die Mzima Springs, eine Quelle, die nur kurz aus der Erde sprudelt, zwei kleine “Seen” speist, und dann wieder verschwindet, eine gruene Idylle mitten im Dornbusch. Hier kann man aus einem verglasten Tank die Tiere unter Wasser beobachten und wir haben sogar einmal ein Hippo unter Wasser laufen sehen!

Abends hoerte man wieder die Loewen bruellen (gut, jetzt hatten wir ja eine Huette, da gings) und ein paar Giraffen hatten sich den Platz vor unserer Veranda zum schlafen ausgesucht. Und als wir schon gar nicht mehr damit gerechnet haben, lag bei einem unserer Gamedrives ein Loewe mitten auf der Strasse, ganz fuer uns allein!

Eigentlich wollten wir danach noch in den Tsavo East, aber als wir raus waren (nach einigen Problemen beim Gate, wir waren ja eine Nacht laenger geblieben und diesen Overstay auf der Safaricard zu verbuchen schien nicht ganz einfach zu sein...)dachten wir, ein,zwei Tage laenger am Meer waeren doch auch nicht schlecht.

Also ging es den Mombasa Highway runter nch Mombasa, 200 km auf einer anderthalb bis zweispurigen Strasse, wo die Autos zwischen 100 km/h und 30 km/h fahren und deswegen auch noch staendig ueberholen. Megaanstrengend also.

Zwischendrin sollte es ein schoenes italienisches Cafe geben. Sollte. War aber schon wieder geschlossen worden.

Zehn Kilometer noerdlich von Mombasa sollte es einen Campingplatz geben, den wir frohen Mutes ansteuerten. Sollte. Gab es aber nicht mehr. Der naechste Campingplatz war erst in Malindi, nochmal 100 Kilometer weiter. Mittlerweile waren es fuenf Uhr nachmittags und um halb sieben ist es hier stockdunkel, aber was soll's, also weiter. Leider braucht man hier fuer 100 Kilometer laenger als eineinhalb Stunden und bei Dunkelheit fahren alle noch bekloppter als wenn es hell ist, staendig wird aufgeblendet, trotz Gegenverkehrs ueberholt, oder einfach ohne zu blinken angehanlten. Und endlich, nach 12 Stunden Fahrt, kamen wir in Malindi am Campingplatz an. Dachten wir. Nur gab es den Campingplatz nicht mehr. Heute hatten wir einfach nur Pech. Voellig entnervt nahmen wir uns ein ueberteuertes Zimmer in irgendeiner italienischen Appartmentanlage, was aber wenigstens schoen harte Matratzen und Klimaanlage hatte. Und die gute italienische Pizza nebenan munterte uns ein bisschen auf.

AM naechsten Tag wollten wir unser Restgeld auf der Safaricard im Marine Nationalpark mit einerm relaxten Schnorcheltrip verbraten. Nur kann man in Marine Nationalparks leider nicht mit Safaricard bezahlen. Ausserdem waren wir laut der Karte immer noch im Overstay im Tsavo West, was man hier nicht beheben konnte, dazu muessten wir nach Mombasa und ob die was tun koennten waere auch nicht sicher.

Irgendwann hatten wir keine Lust mehr zu diskutieren, goennten uns eine weitere Pizza und fuhren einen Tag frueher ins Boko-Boko.

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Donnerstag, 30.09.2010 Unser Roadtrip Teil 1 - von Nairobi bis zum Lake Jipe

Unser Roadtrip startete erstmal mit einem Grosseinkauf im naechsten Supermarkt. Riesenmengen an Obst, Gemuese, einen 3l Kanister Rotwein, Nudeln, Reis, Joghurt, Wasser und gutes deutsches Muesli, wir waren uns zwar nicht sicher, wann wir das alles essen sollten, aber man weiss ja nie, wann man wieder einkaufen kann...

Dann ging es durch Nairobis Stadtverkehr, Linksverkehr wohlgemerkt, aber nicht so gesittet, wie in Irland! Aber irgendwie kamen wir unfallfrei durch und so richtig schliemm sollter der Verkehr ja erst werden...

Zuerst fuhren wir den Mombasa Highway nach Sueden zum Amboseli Nationalpark. Highway ist allerdings vielleicht nicht ganz das richtige Wort, es begann noch mit einer vierspurigen Strasse, aber spaeter waren wir froh, wenn sie ueberhaupt mal zwei Spuren hatte!

Im Amboseli stellten sie fest, dass wir laut unserer Safaricard, mit der man in den Parks bezahlen muss, immer noch im Nakurupark waren, aber das liess sich zum Glueck irgendwie beheben. Amboseli ist der Park, von wo all die Photos mit Elefanten vorn und Kilimandscharo hinten geschossen werden, touristisch also. Aber wir haben echt richtig viele Tiere gesehen! Vor allem riesige Herden von Elefanten natuerlich. Abends haben wir auf dem lokalen Massaicampingplatz mit Blick auf den Kili geschlafen, am offenen Feuer gegrill (fast 1 kg Rumpsteak, kleinere Stuecke gab's nicht im Supermarkt) und dann das erste Mal in unserem Dachzelt geschlafen. (Hier sollte eigentlich ein Bild sein, aber das Internet in Kenia will nicht immer so wie wir...)

Am naechsten Morgen ging es weiter nach Oloitokitok, einen Nest an der Grenze zu Tansania, und hier waren wir froh, unseren Jeep mit Allradantrieb zu haben! Die Strasse wurde naemlich neu gebaut und die Ausweichstrecke daneben war so richtig Offroad, ungeteert und voll von Schlagloechern, richtig schoen zu fahren. Hier uebernachteten wir im schoenen Garten eines Hotels, wo gerade ein Unicef-Seminar stattfand und wo deswegen (voll ausgebucht) auch keine Dusche mehr fuer uns frei war, aber was macht das schon auf nem Roadtrip!

Am naechsten Morgen wolten wir im Dorf noch was kaufen, aber ausser Toast, Passionsfruechten und Diet Coke (!) gab es nix. Auf die Frage nach Joghurt ohne Zucker oder sonstigen Geschmack bekam ich nur ein fragendes Staunen ("You can't get joghurt without sugar!"), ib dueKuehe wohl schon gezuckerte Milch geben?

Aber die gekuehlte Diet Coke (ohne Zucker;-)) troestete uns darueber hinweg.

Zehn Kilometer hinter dem Dorf, also mitten im nichts, als wir kurz anhielten, um ein Photo zu machen, passierte es dann: Der Moteor sprang nicht mehr an. Wir hatten schon davon gehoert, dass es oefter vorkommt, dass der Starter nicht funktioniert, also haben wir auf allem herumgeklopft (das soll angeblich helfen), war der Starter sein koennte. Aber anscheinend war die Batterie leer, jedenfalls bewegte sich nichts. Was tun? Zu zweit einen voll bepackten Landrover inklusive Dachzelt anschieben? Tja, da bewegte sich erstmal nichts. Zum Glueck hielt dann ein Auto an und bat an, uns zu helfen. Also wurde das Abschleppseil gespannt und gezogen. Aber es passierte wieder nichts, gut, das ziehende Auto war halt eine bisschen kleiner... Erst als wir beide anschoben und das Auto zog, setzte sich unser Landrover in Bewegung, Mario rannte nach vorne, legte den Gang ein und endlich sprang er an.

Durch unsere Aktion aufmerksam geworden, bekamen wir noch Besuch von einem sehr alten Massai inkusive (Ur?)Enkel, der gerade sein Vieh huetete, so richtig in vollem Ornat.

Danach haben wir uns nicht mehr getraut, den Motor auszumachen, was, wenn gerade keine Hilfe da ist?

Also gab es das Mittagessen neben laufendem Motor, aber mit grandioser Aussicht auf den Lake Chala, einen Kratersee, zu dem wir auf dem Fels so 300 Hoehenmeter hochgefahren waren. Ohne Strasse, da war einfach nur eine Schneise in den Baeumen. Zur Sicherheit haben wir auch bergab geparkt, man weiss ja nie...

Weiter ging's zum Lake Jipe, hier sollte man am Gate zum Tsavo West Nationalpark campen koennen. Die Fahrt ging meilenweit durchs nichts, mit Schlagloechern ohne Ende und hier und da einem Massaidorf and der Strasse (die laufen echt alle so rum!) Das Gate bestand allerdings nur aus drei Bretterbuden und einer Solarpanel, damit die tolle Safaricard auch funktionierte. Also wenig einladend fuer die Nacht.

Nur 300 Meter weiter fanden wir allerdings ein Camp von einer sehr netten Schweizerin, die uns auch campen liess. (Camp ist in den Nationalparks nur die Bezeichnung fuer eine Unterkunft, meist so Huetten oder Safarizelte, campen kann man da selten)

In der Nacht hoerten wir die Liewen bruellen und so richtig viel Zaun war ja nicht um uns herum... Puh, hatte ich Angst, als ich Nachts mal raus musste...

Die Schweizerin versorgte uns mit selbst gebackenem Brot, wo man mal richtig kauen musste (endlich, nach zweieinhalb Wochen nur Toastbrot), Eiern und Trinkwasser und reparierte sogar unser Auto! Es war naemlich bloss der Kontakt von einem Batteriepol nicht mehr fest, aber mit etwas Draht hatte sie das schnell erledigt. (Tja, hinterher ist man immer schlauer.) An diesem Morgen mussten wir also zum letzten Mal anschieben.

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Dienstag, 21.09.2010 Unser Auto ist da!

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Montag, 20.09.2010 Attack of the Silverback!

Ruanda - Land of the thousand hills, so der Werbespruch von Ruanda. Das ist auch wirklich wahr, man faehrt staendig bergauf und bergab, selbst die Hauptstadt Kigali besteht nur aus Bergen!

Unser erster Eindruck von Ruanda ist aber: sehr freundliche Menschen, sehr saubere Luft, ueberhaupt ist alles sehr sauber in Ruanda. Man darf keine Plastiktueten mit ins Land bringen und wir hatten schon Angst, wir kiregen Aerger, weil wir unsere dreckigen Schuhe in Plastiktueten aufbewahren, aber es hat zum Glueck dann doch keiner kontrolliert. 

Vom Flughafen sind wir mit dem oeffentlichen Bus gefahren, der hier wirklich mal leicht zu finden war und haben dort eiunen Oberstufenschueler getroffen, der uns den Weg zum Hotel gezeigt hat und uns dann noch zum Tourist Office begleitet hat, wo wir unsere Gorilla Permits abholen mussten. Echt super nett, der wollte uns einfach nur helfen und gar kein Geld oder so!

Der Start in Ruanda war also gelungen, aber Mario wollte es doch noch mal versuchen mit den alten abgelaufenen Gorilla Permits...

... und nach einer Stunde geduldigen Wartens, immer wieder Erklaerens und nach Alternativloesungen suchend kam er tatsaechlich aus dem Office mit einem zweiten Paar Gorillapermits!

Also konnten wir gut ausgestattet unsere Reise nach Kinigi antreten. Worher gab es allerdings noch ein Fleischkaesweck (!) , ja hier gab es endlich mal wieder Aufschnitt und gar nicht mal schlechten...

Dank des guten Bussystems kamen wir auch ziemlich schnell, so nach drei Stunden in Kinigi an und wurden mal wieder von einem Schueler zum Hotel gefuehrt. Der wollte allerdings Geld, aber war auch okay. Kinigi ist ein kleines staubiges Kaff, wo eigentlich alle nur hinkommen, um das Gorillatrecking zu machen, sonst gibts da nix. Also ein Ort zum frueh schlafen gehen...

Am naechsten Morgen, nach einer nicht so erholsamen Nacht (waren wir so aufgeregt, oder waren die Betten so schlecht? Beides wahrscheinlich.) ging es nun kurz vor sieben zum KWS Headquater. Da bekamen wir unsere Gruppen zugeteilt, was sich einfacher anhoert als es ist, wenn man naemicih keinen Fahrer hat (so wie wir) der das ganze organisiert, kann man ganz schoen alt ausssehen. Aber wir konnten uns dann noch zwei netten Australiern anschliessen, die sehr froh waren, die Kosten fuers Taxi (immerhin 80 US-Dollar fuer eine Fahrt von einer halben Stunde) teilen zu koennen. So konnten wir gemeinsam die ultrahightecmaessig ausgestatteten Japaner, die so aussahen, als wollten sie den Mount Everest besteigen, belaecheln.

Aber die Gorillas zu besuchen verlangt tatsaechlich ein bisschen Fitness und Rebecca (die Australierin) und ich kamen ganz schoen aus der Puste. Wir liefen erst mal eine Stunde lang bergauf durch Kartoffelfelder (so entwickelt, wie Ruanda in der Hauptstadt aussieht, so krass der Gegensatz auf dem Land, hier leben die Menschen in Lehmhuetten und haben bloss ein paar Reihen Kartoffeln und ein, zwei Ziegen) und dann noch eine Stunde durch den Regenwald (so langsam kam uns das Equipment der Japaner gerechtfertigt vor...) aber auf einmal waren sie da, die Gorillas!

Wir waren hoechstens fuenf Meter von Ihnen entfernt und die meisten interessierten sich gar nicht fuer uns, sondern assen friedlich weiter Blaetter, Disteln und Bambus. Richtig suess waren die Babys, wie so kleine Wollknaeuel, aber das ist kaum zu beschreiben, da muesst ihr die Fotos und Filme sehen!

Und natuerlich haben wir auch einen Silverback, einen Silberruecken gesehen, der die Gruppe anfuehrt. Zuerst schien er sich auch nicht fuer uns zu interessieren, aber auf einmal richtete er sich zu voller Groesse auf, klopfte auf seine Brust, bruellte, und lief auf uns zu!

Mir ist fast das Herz stehen geblieben und auch wenn man ueberall liest, was man tun und lassen soll, wenn das passiert, in dem Moment vergisst man alles und laeuft nur noch weg.

Zum Glueck ist keinem was passiert, aber ich habe mich danach immer ein bisschen hinter dem Guide versteckt. 

Kaum aufgeatmet sahen wir den Silberruecken wieder direkt uns gegenueber sitzen (also ich sah natuerlich weniger, so halb versteckt), machten ein paar Photos und auf einmal ohne Vorwarnung laeuft er wieder auf uns zu! So ein Gorillamaennchen wiegt ueber 200 Kilo und ist so 2,5 Meter gross, wir hatten echt Angst! Mario war bloss zwei Meter vom Gorilla entfernt und konnte nicht weg, weil der Busch so dicht war...

 

Puh, war ich froh, als der Gorilla weg war und niemand verletzt! Danach haben wir dann nur noch Babys angeguckt...

Ueber die Abende ist wie gesagt nicht viel zu sagen, das Essen war maessig und das Bett noch mehr, aber am naechsten Tag durften wir ja nochmal Gorillas sehen.

Diesmal hat die Verteilung irgendwie noch schlechter geklappt, aber zu unserem Glueck, am Ende kamen wir mit einem anderen uebriggeliebenen australischen (ich glaube halb Australien muss leer sein, die sind ja alle in Afrika!) Paerchen in eine Vierergruppe, normalerweise ist man zu acht.

 

Diesmal war die Gorillagruppe nicht tief im Wald vesteckt, sondern in einem Bambusbusch, so dass wir viel mehr sehen konnten. Der Silberruecken schien uns auch wohlgesonnener und fing nicht an auf uns zuzurasen. Am Ende war er uns allerdings wohl doch leid und lief mitten durch unsere Gruppe durch! Zum Glueck auf allen vieren, was ihn weit weniger bedrohlich machte, aber man weiss ja nie... Auf jeden Fall schienen wir ihm im Weg zu sein und der schob die Australierin und Mario mit einem kraeftigen Schub zur Seite.Danach wollte sich Mario nie wieder waschen, jetzt, wo er vom Gorilla beruehrt worden war!

So, dass war also unser Gorillaabenteuer, echt beeindruckend, so ganz ohne schuetzendes Auto...

Zurueck in Kigali hatten wir allerdings keine grosse Lust mehr auf Ruanda und nahmen auf gut Glueck schon den Mittagsflug nach Nairobi in unser geliebtes Wildebeestcamp mit Internet, gutem Abendessen und schoen harten Betten.

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Donnerstag, 16.09.2010 Duschen in Nakuru...

So, hier noch das Update bis heute:

Am naechsten Morgen nahmen wir ein Matatu nach Nakuru. Bis jetzt waren wir mit Gepaeck immer an der Endhaltestelle eingestiegen, da gab es immer noch genuegend Plaetze, aber jetzt stiegen wir mittendrin ein. Eigentlich war das Matatu schon ueberfuellt...

Also kamen unsere Rucksaecke aufs Dach, aber auch wenn sonst in Kenia immer alles pole pole, also langsam geht, jetzt war wohl keine Zeit, also hielten zwei Leute die Rucksaecke einfach so mit der Hand auf dem Dach fest. Zum Glueck kam ein paar Minuten spaeter ein etwas laengerer Halt und die Rucksaecke unter die Sitze! Die fahren naemlich wie die bekloppten, das haette nicht lange gehalten...

In Nakuru angekommen, waren wir erstmal geflasht, sofort stuermten 20 Leute auf uns ein und wollten uns wahlweise in ein neues Matatu, in ein Hotel, in ein Taxi, in ein Restaurant oder sonstwohin bringen. Und weil wir uns erst orientieren mussten, und also nicht so viel geantwortet haben, kam dann noch der Satz: you dont speak to black people? Puh.

Da sind wir erstmal ein paar Strassen weiter gefluechtet.

Wir fanden zum Glueck auch schnell ein billiges Hotel, was allerdings wirklich billig war, ohne Klobrille und mit der Duschbrause direkt ueber dem Klo. Also haben wir das mit dem Duschen sein gelassen und haben seit Tagen den ersten richtigen Kaffee (also keinen Nescafe), der in Kenia echt schwierig zu bekommen ist, getrunken. Irgendwie hatte man das Gefuehl, alle Weissen waren an diesem einen Ort versammelt, sonst haben wir in Nakuru naemlich keine Weissen gesehen!

Danach gings erstmal entspannungsmaessig an den Pool von einem besseren Hotel als unserem inklusive heisser Dusche ohne Klo darunter :-)

Am naechsten Tag hatten wir ein Auto gebucht, um in den Nakurunationalpark zu fahren, wir wollten endlich mal unser eigenes Selfdriveabenteuer haben!

 Das Auto war, naja, alt. Immer wenn man in einen anderen Gang schaltete, hoerte es sich so an, als wuerde gleich der Motor explodieren... Aber Mario hatte einen Riesenspass, den Allradantrieb voll auszunutzen, wir sind also durch jedes nur existente Schlammloch gefahren! Und mitten durch einen Fluss, der sich die Strasse erobert hatte.

Der Nationalpark war zwar klein, aber nachdem , was wir in der Mara erlebt hatten, konnten wir es richtig geniessen, einfach nur Bueffeln, Zebras und Flamingos zuzugucken und wir haben sogar die  Loewen links liegen gelassen, da waren naemlich mal wieder mindestens zehn Autos.

Mittags machten wir Rast in einer Lodge, ziemlich Tourimaessig, aber mit Pool und - (zwar kalter, aber immerhin) Dusche!

So, und jetzt sind wir wieder im Wildebeestcamp, unserer Basestation in Nairobi hatten gerade ein wunderbares Fruehstueck im Garten nach einer Nacht, in der ich mal nicht auf der Ritze zwischen zwei zusammengeschobenen Betten schlafen musste ;-) und gleich gehts ab nach Ruanda zu den Gorillas!

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Mittwoch, 15.09.2010 Hakuna matatu? Kuna matata! (Gibt es kein Matatu - Dann gibt es ein Problem!)

Zurueck aus unserem goldenen Kaefig in der Massai Mara hatten wir Lust auf richtiges Low-Budget-Reisen.
Also nahmen wir vom Flughafen ein Matatu (das sind so kleine Nissan-Busse mit eigentlich 14 Sitzplaetzen, aber ein Matatu ist nie wirklich voll, einer geht immer noch rein!) in die Innenstadt und dann nach einem kleinen Fussmarsch mit unseren Rucksaecken ein weiteres nach Naivasha. Die richtigen Matatus zu finden war gar nicht so einfach, aber zum Glueck fanden wir in einer Kantine am Flughafen, wo wir unsere letzten Keniashillinge in Diet Coke umsetzten, die ATMs am Flughafen spuckten naemlich leider kein Geld fuer uns aus...) eine gute Fee, die uns den Abfahrtsplatz in den Reisefuehrer einzeichnete und uns sogar ins richtige Matatu setzte!

Nach ein paar Stunden und vier eingeschlafenen Fuessen :-) kamen wir in Naivsha an und fuhren, mit einem weiteren Matatu (was sonst) zu unserem Campingplatz. Lust auf Campen hatten wir dann doch nicht, weil es ziemlich nass war, es hatte wohl den ganzen Nachmittag geregnet, aber es gab auch Zimmer.

Am naechsten Tag ging es mit dem - kurz ueberlegen - Matatu zum Mt. Longonot. Das ist ein noch aktiver Vulkan, auf den man draufwandern kann, was wir auch taten.

Wir waren so erholt vom im Jeep sitzen, dass wir unbedingt die ganze Strecke rauf, um den Kraterrand, und wiederrunter wandern wollten. So in der Mitte der Umrundung fing es an zu troepfeln und mit dem Regen fiel auch meine Motivation in Ruanda noch mal so eine Wanderung zu machen...

 

Der Ausblick war aber toll und schliesslich schafften wir es ohne viel Regen wieder runter. Als wir an der Strasse angekommen waren (ach ja, nochmal ein Fussweg von 4 km) gab es nur leider kein Matatu... also ueberlegte Mario, wir koennten ja auch trampen, was ich eigentlich fuer keine so gute Idee  hielt, aber waerend wir noch diskutierten, hielt schon ein Wagen an, und so begann ein langer Abend...

Nein, nix schlimmes, wir wurden von einer Amerikanerin und ihrem kenianischen Freund mitgenommen, die auch zum Lake Naivasha wollten. Sie mussten nur noch schnell ein paar Freunde abholen (wo wir erst mal was trinken mussten) und dann nur noch schnell ihre Sachen im Wochenendhaus des Kenianers (der ziemlich stinkreiche Eltern haben muss, das Haus war riesig, eher ne Villa, mit mit Plastikueberzuegen bedeckten Sofas und sogar einem eigenen Zimmer, in dem Hochzeiten besprochen wurden :-) ) ablegen. Aus dem kurz wurde natuerlich lang, es wurde noch ein Bierchen und ein zwei Whisky getrunken und irgendwann, so nach 2, 3 Stunden ging es zu unserem Camp, wo die ganze Gruppe abendessen wollte.

Wir sind erst mal unter die heisse Dusche gesprungen, wir waren ja noch total staubig und dreckig von unserer Wanderung, und haben dann noch einen lustigen Abend mit den Kenianern verbracht...

Am naechsten Morgen hatten wir geplant, mit dem Fahrrad durch den Hells Gate Nationalpark zu fahren und wir hatten ganz schoen heftigen Muskelkater... Zum Glueck haben wir mal wieder Leute getroffen, diesmal eine in Nairobi lebende deutsche Familie, die uns mit in den Park nahm. Hier verbrachten wir einen schoenen Tag mit einer Wanderung durch eine Schlucht und anschliessend zueruck zum Gate, wo die Fahrraeder warteten (nur (!) 8 km), bis wir abends mit Blasen an den Fuessen erschoepft ins Bett fielen.

Am naechsten Tag war ja wieder eine lange Matatufahrt geplant...

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Mittwoch, 15.09.2010 Massai Mara - Wahnsinn?!

Die Massai Mara war tatsaechlich Wahnsinn, auf zweierlei Weise, aber dazu spaeter.

Von Nairobi sind wir mit einer kleinen Maschine, da passten vielleicht 10 Leute rein, mit einem sehr witzigen Piloten in die Massai Mara geflogen. Der Flughafen war mitten im Nationalpark und bestand nur aus einer geraden Strecke ohne Baeume, keine Lichter, kein Terminal, nichts.

Gerdi, die Deutsche, in deren Camp wir die naechsten Naechte verbringen sollten, erwartete uns schon im Jeep mit einem Massai.

 Im Camp hatten wir ein Safarizelt, mit eigenem Bad, wirklich schoen. Zuerst erwartete uns allerdings ein Dreigaengemenu, richtig lecker, aber das sollte uns schon bald auf den Geist gehen...

Abends fuhr ein Massai (so, wie man es sich vorstellt, mit rotem Tuch, ganz viel Schmuck und einem Messer) mit uns in den Nationalpark und wir sahen alles an Tieren, was man sich vorstellen kann:

Unmengen Gnus, Zebras, Antilopen, Gazellen (nicht, dass wir die unterscheiden koennten), Elefanten, Giraffen und - eine Loewenfamile.

 

Wirklich Wahnsinn, was wir am ersten Tag schon alles gesehen hatten!

Am Abend gab es Buffet, mit Massai-Tanz, das fanden wir schon ein bisschen touristisch.

 Am naechsten Tag hatten wir eine Ballonfahrt gebucht (mein Geburtstagsgeschenk von Mario), da wurden wir um 5 Uhr morgens abgeholt (puh, war das frueh) und in ein sehr touristisches Luxuscamp gefahren, von wo aus der Ballon mit 14 anderen Leuten startete. Die Fahrt war klasse, ganz ruhig, in den Sonnenaufgang rein, und wir hatten einen tollen Ueberblick ueber die Mara und die riesigen Herden von Gnus auf Wanderung.

 

Das anschliessende Buschfruehstueck war - naja, touristisch halt. (es gab sogar eine Egg-Station, mitten im Busch!)

Zurueck im Camp gab es wieder ein Dreigaengemenue - so langsam waren wir ganz schoen satt und wieder einen Eveninggamedrive.

Im Park sahen wir wieder eine Menge Tiere, unter anderem einen Chetaah, also einen Geparden, hier standen aber schon vier, fuenf andere Fahrzeuge drumrum.

Am naechsten Tag, also nach Abendessen (drei Gaenge) und Fruehstueck (die Hosen spannten schon ein wenig) fuhren wir zu einer Ganztagespirschfahrt. 

Hier sahen wir wieder eine irre Menge Tiere, aber langsam waren wir fed up und diesmal wurde der Cheetah mit 25 ! Autos vollstaendig eingekreist und hatte kaum noch Platz sich zu bewegen. Die Autos fuhren fuer das beste Bild mitten durchs Gras, danach war alles im Umkreis kaputt. Wir hatten ab da immer einen fahlen Beigeschmack bei der ganzen Sache und haben uns entschieden frueher abzureisen.

Die Entscheidung ging aber nicht so schnell, schliesslich hatten wir schon bezahlt und wir hatten ja einen Flug gebucht und die Umbuchung war nicht so einfach... aber schliesslich haben wir uns doch entschieden, einen Tag frueher zu fliegen und das war eine richtig gute Entscheidung!

Also, Massai Mara ist wirklich Wahnsinn, aber halt auf zweierlei Weise...

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Sonntag, 05.09.2010 Elefanten streicheln und Giraffen fuettern

So, wir sind gut in Nairobi gelandet, nach einem langen aber nicht schlechten Flug.

Nairobi ist viel weniger crowded als wir gedacht haben, der Verkehr ist nix im Vergleich zu Indien!

Gestern sind wir total entspannt in unser Camp am Rande von Nairobi gefahren, echt super schoen. Wir haben ein Safarizelt mit eigenem Bad und koennen auf unserer Veranda unser Feierabendbierchen geniessen :-)

Heute haben wir erstmal gut gefruehstueckt, mit richtigem Kaffee (so hat der Tag schon gut angefangen...) und dann sind wir zum Elefantenwaisenhaus gefahren.

 Das ist ein Park, in dem Elefanten aufgenommen werden, die ihre Muetter verloren haben, z.B. durch Wilderer, es gibt anscheinend immer noch Leute, die fuer Elfenbein ein Vermoegen zahlen...

Wir konnten eine Stunde den Elefanten beim Milchtrinken und Baden und Spielen zugucken, die waren echt suess! Gut, es waren mit uns noch 200 andere Touris da, aber schoen wars!

 

Danach gabs noch n Ausflug ins Giraffe Center, auch ein Schutzpark, aber halt fuer Giraffen.

Die konnten wir fuettern, ist so'n bisschen wie bei Pferden, nur dass die Zunge dreimal laenger ist.

So nah kommen wir den Tieren im Nationalpark wahrscheinlich nicht mehr, also ein guter Einstieg und jetzt freuen wir uns auf die Massai Mara, wo wir morgen hinfliegen und hoffentlich ganz viele Krokodile und Loewen sehen!

 

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